Über das Reisen

8. Januar 2022

Die Pandemie hat unsere Welt durch Lockdowns und Reisebeschränkungen kleiner gemacht. Was aber nicht einmal das Unglück einer Pandemie verhindern kann, sind die Reisen im Kopf die uns Bücher ermöglichen. Meine ging kürzlich nach Australien, Japan und zurück.

Denn ich habe doppeltes Glück im Unglück: meine berufliche Neuorientierung gibt mir Zeit zu lesen und zu lernen. Die Pandemie schafft mir die Ruhe dazu, weil soziale Verpflichtungen auf ein Mindestmaß reduziert sind. Ich kann mich jetzt eingehend theoretisch mit allen Themen befassen, mit denen ich als Führungskraft praktisch beschäftigt war. Unfassbar interessant und spannend!

Ein sehr anregendes Buch für Reiselustige haben Anna und Nils Schnell mit „Die Modern Work Tour – eine Weltreise in die Zukunft unserer Arbeit“ vorgelegt. Sie fuhren rund um den Globus, um zu erkunden wie anderswo Arbeit organisiert wird. Die beiden sind offenbar von der Arbeit des Begründers der New-Work-Bewegung Frithjof Bergmann inspiriert. Sie haben sich daher angeschaut, wie die Prinzipien von New Work umgesetzt werden, zum Beispiel in Australien. Dort ringt der Inhaber der Beratungsfirma No Moss darum, Unternehmenswachstum und Sinnstiftung für die MitarbeiterInnen zweckmäßig zu verbinden. Er hat sich zum Chef-Sinnfinder erklärt – auch ein Ansatz.

Apropos Sinnstiftung, dieses Thema hat mich als Geschäftsführerin einer Sozialeinrichtung naturgemäß intensiv beschäftigt. Im Zuge dessen stieß ich damals auf ein japanisches Modell IKIGAI. Kurz zusammengefasst geht es darum für sich selbst festzustellen, warum man jeden Morgen aufsteht. Also um den persönlichen Lebenssinn, den eigenen Weg und darum ihn zu verfolgen. Beim Bücherlesen ist mir das wieder eingefallen. Also habe ich herum gekramt und bin wieder in diese japanische Philosophie eingetaucht.

Nehmen Sie sich einmal die Zeit und wenden Sie nachstehendes Modell für sich an. Schadet ja nicht herauszufinden, dass man am richtigen Weg ist – oder einen anderen nehmen sollte.

Sie sehen also, Reisen bildet und findet jedenfalls im Kopf statt 😉

Ikigai-Modell: Mit 4 Fragen den Sinn im Leben finden

Bildquelle: Karrierebibel.de

 

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